Verbindungs-Geschichte

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Am 5. Oktober 1918 war es, als 10 Merkurjünglinge auf Schloss Laufen die “Commercia Schaffhausen – Verbindung an der Handelsschule des Kaufmännischen Vereins Schaffhausen” gründeten. Eine staatliche Handelsschule (zum Beispiel an der Kantonsschule) gab es in Schaffhausen nicht, und dies ist auch heute noch so. Selbstverständlich zählen auch Abkömmlinge anderer Schulen und Freimitglieder im AHV (Sympathisanten mit aussergewöhnlichen Verdiensten um die Verbindung) zu den treuen Commercianern. Verbindungszweck und ziel, wie sie in den modern gefassten Statuten von 1977 verankert sind, entsprechen weitgehend jenen des Gründungsjahres:

  • Die fachliche und allgemeine Aus– und Weiterbildung, die Schulung rhetorischer Fertigkeit und guter Umgangsform
  • Die Förderung einer besonderen Freundschaft unter den Mitgliedern
  • Die Vermittlung von kameradschaftlichen Kontakten zu Angehörigen anderer Verbindungen, insbesondere im Schosse des Bremgartenkartells.
  • Die Pflege guter Geselligkeit und eines zeitgerechten Verbindungsgeistes unter bestmöglicher Bewahrung hergebrachter Traditionen.

Die Verbindung ist konfessionell und politisch neutral. Comercianer tragen als äusseres Zeichen Mütze und Band in den Farben violett–weiss–violett (Füxe in Violett–weiss). Ihre Devise ist “Commercio et Amicitiae” – “Dem Handel und der Freundschaft.”

Während vielen Jahren hatte die Verbindung mit Anfechtungen seitens der Schule und mitunter anderer Kreise zu kämpfen. Sie verzeichnete deshalb einen einzigartigen Erfolg, als der Schaffhauser Regierungsrat die Commercia durch Verfügung vom 8. August 1937 als Handelsschulverbindung offiziell anerkannte.

Die Commercia Schaffhausen verfügt über einen starken Altherrenverband, dessen Bestand immer etwa um die Zahl 100 oszilliert. In der Aktivitas leben seit vielen Jahren stets zwischen 6 und 12 Mitglieder den Verbindungsidealen nach.

Die kurz nach der Gründung auftauchenden Schwierigkeiten drängten die jungen Commercianer zur Ausschau nach Gleichgesinnten. Es wurden Gedanken erwogen, zwecks engeren Zusammenschluss ein Kartell zu gründen. Ob indessen der erste Schritt zur Verwirklichung dieses Planes von Schaffhausen oder den Commercianern in St. Gallen oder den Berner Merkurianern ausging, kann nicht mehr eindeutig bestimmt werden. Sicher aber ist, dass der COMMERCIA SCHAFFHAUSEN am Zustandekommen der Vereinigung, 1921, welche die Bezeichnung Bremgartenkartell erhielt, einen grossen, wenn nicht den überwiegenden Anteil zugestanden werden muss. Die Commercianer aus der Munotstadt stellten denn auch den ersten Vorort. Aus der Zeit zwischen den zwei Weltkriegen stammt der Brauch, am Tage des Stiftungsfestes anfangs Oktober ein Wettschiessen mit Kleinkaliberwaffen oder der Armbrust durchzuführen. Ein eigens bestimmter Schützenmeister ist für die Organisation des stets erfolgreichen Anlasses Verantwortlich.